Eingebettet in die atemberaubende Kulisse des Hochkönigs im Salzburger Land erhebt sich der Klingspitz (1.988 m) als ein markanter Gipfel, der Wanderer mit seinen faszinierenden Ausblicken auf das Hochkönig-Massiv belohnt. Auf dem Weg zum Gipfelkreuz komme ich in den einzigartigen Genuss der grünen Grashügel-Landschaft der Alpen-Region. Ich nehme euch mit bei meinem persönlichen Gipfelmoment.
Lohnt sich eine Wanderung zum Klingspitz am Hochkönig?





Die Region Hochkönig liegt im Bundesland Salzburg in Österreich und erstreckt sich über die Gemeinden Mühlbach am Hochkönig, Dienten am Hochkönig und Maria Alm. Mit dem imposanten Hochkönig-Massiv als Zentrum bietet die Region eine Vielzahl an Outdoor-Aktivitäten zu allen Jahreszeiten.
Die Wanderung zum Klingspitz ist eine der beliebtesten Touren in der Region, da man auf dem 1.988 Meter hohen Gipfel die beste Aussicht auf den berühmten Hochkönig hat. Die Startpunkte dieser Wanderung variieren je nach Route, jedoch ist Dienten am Hochkönig ein beliebter Ausgangspunkt.
Fototipp: Der beste Fotospot ist ganz klar oben am Gipfelkreuz. Damit die Größe des Berg-Massivs auch richtig zur Geltung kommt, ist es ratsam eine Kamera mit einem Objektiv von 70 mm oder mehr dabei zu haben oder mit dem Handy im Portrait-Modus Fotos zu machen.
Anreise nach Dienten am Hochkönig
| Startpunkt: | Dienten |
| Strecke: | 12,6 km |
| Höhenmeter: | 915 hm |
| Gehzeit: | 3 Std. |
| Einkehrtipp: | Hochkaseralm |
Um die Gemeinde Dienten zu erreichen, könnt ihr von München aus mit der Bahn nach Saalfelden fahren und von dort die Buslinie 620 bis zum Skizentrum in Dienten nehmen. Eine Anreise mit dem Auto ist ebenfalls möglich.
Am Skizentrum Dienten bzw. am Parkplatz der Hochmaisbahn gibt es kostenlose Möglichkeiten sein Auto abzustellen. Gerade in den Sommermonaten sind die Parkplätze allerdings schnell belegt, daher lohnt es sich, wirklich früh anzureisen. Mit der Hochkönig Card gibt es vor Ort zudem die Möglichkeit, die Wanderbusse und Bergbahnen kostenlos im Raum Pinzgau zu nutzen.
[the_ad_placement id=“nuetzliche-links“]
Von der Bergstation in Richtung Lettenalm
Wir starten unsere Wanderung früh am Morgen, da unsere Wetter-App für den Nachmittag Regen und Sturm gemeldet hat. Mit der Gabühelbahn (oder Hochmaisbahn) geht es für uns hinauf bis zur Bergstation, von der aus wir den Wanderweg 51 Richtung Lettenalm nehmen.
Zuerst folgen wir einem kleinen Forstweg, der aber recht bald in einen richtigen Wanderweg mündet. Vorbei an Wäldern, Blumenwiesen und den ersten panoramareichen Aussichten, befindet sich bei der Lettenalm (unbewirtschaftet) die erste Möglichkeit Trinkwasser nachzufüllen.
Von der Lettenalm aus können wir auch schon unser Etappenziel, den Klingspitz, aus der Ferne sehen. Bis jetzt verläuft der Wanderweg sehr gemäßigt, mit nur leichten Anstiegen.
Auch interessant: Magische Wanderung auf Schober im Salzkammergut (1.328 m)



Unterwegs zur Klingspitz auf grasgrünen Bergen
Nach einer kleinen, flacheren Passage geht es jetzt deutlich steiler bergauf. Die Sonne hat mittlerweile ihren Höchststand erreicht und auch wenn das Wetter am Nachmittag schlechter wird, müssen wir bei den jetzigen 28 Grad ganz schön schwitzen. Wir laufen über mehrere grasgrüne Berge, auf einem schmalen Pfad in Richtung Klingspitz.
Selten habe ich bei einer Wanderung eine so grüne Berg-Landschaft um mich herum gesehen. Obwohl wir mittlerweile schon auf einer Höhe von 1.800 Metern sind, erinnert mich die Landschaft mehr an grasige Bilderbuch-Hügel als an massive Berge. Nach zwei Stunden befinden wir uns kurz vor dem Klingspitz.
Jetzt folgt ein sehr steiler Abschnitt rauf bis zum Gipfelkreuz. Bevor wir die steile Passage überqueren, machen wir noch eine größere Pause in der Mittagssonne und genießen die warmen Sonnenstrahlen in unserem Gesicht. Jetzt heißt es durchhalten und nochmal alle Kräfte sammeln.
Auf dem Gipfelkreuz Klingspitz
Nach anstrengenden 30 Minuten erreichen wir den Gipfel der Klingspitze, wo wir mit einem spektakulären Rundumblick belohnt werden. Auf einer Höhe von 1.988 Metern haben wir nicht nur den perfekten Blick auf das Hochkönig-Massiv, sondern können auch die Gipfel der Hohen Tauern, des Steinernen Meers und des Dachsteins erblicken.
Ein perfekter Ort, um innezuhalten, die Stille der Berge zu genießen und das erfüllende Gefühl einer erfolgreichen Bergwanderung zu genießen. Nach einer weiteren Pause auf dem Gipfel und einem Eintrag im Gipfelbuch, ziehen dicke, dunkle Wolken über uns. Es wird Zeit, sich auf den Weg zurück ins Dorf zu machen.
Vom Klingspitz führt ein steiler Weg vorbei an der Hochkaseralm, die auch eine gute Einkehrmöglichkeit bietet.
Der starke Wind und der Regen machen uns anfangs noch schwer zu schaffen, bevor wir etwas weiter unten am Berg wieder den Schutz der Wälder genießen können.
Über den Oberdachebenbauer gelangen wir zur Haltestelle Keilbrücke auf dem Güterweg. Von hier aus kann man den Wanderbus zurück ins Dorf nehmen oder 3 weitere Kilometer zu Fuß gehen. Da der Regen mittlerweile aufgehört hat, entscheiden wir uns auch das restliche Stück noch zu Fuß zu gehen.
Auch interessant: Salzkammergut – Gipfel-Wanderung auf den Erlakogel
Fazit
Die Wanderung zum Klingspitz am Hochkönig ist nicht umsonst eine der beliebtesten Gipfeltouren der Region. Die besondere in Gras gehüllte, grüne Landschaft ist definitiv ein Highlight während des Wanderns und auf jeden Fall mal etwas anderes im Vergleich zu den meisten Bergwanderungen. Obwohl die Tour wirklich beliebt ist, hatten wir Glück und haben unterwegs nur eine Wandergruppe und auf dem Gipfelkreuz zwei weitere Wanderer getroffen.
Wer nach der Wanderung zum Klingspitz noch nicht genug hat, kann noch einen Abstecher zum Hundsteinsee machen. Der Grasberg zählt zu den größten Grasbergen Europas und bietet eine atemberaubende Kulisse für alle Naturliebhaber, die wir leider aufgrund des Wetters nicht erkunden konnten. Wer die Tour erweitern bzw. etwas sportlicher gestalten möchte, kann von Dienten auch zum Klingspitz hochwandern. Bis zur Lettenalm kommen dann nochmal rund 500 Höhenmeter hinzu.
Schreibe einen Kommentar zu Jörg Antwort abbrechen